Brücken bauen - was verbindet uns?

Leitthema zur VIA MUNDI Tagung 2024

Können Sie ohne Essen und Trinken leben? Haben Sie das Haus selbst gebaut, in dem Sie wohnen, oder das Auto, mit dem Sie fahren? Woher kommen die Materialien, wer hat das erdacht und umgesetzt? Was beeinflusst uns? Wer finanziert und wer dreht die Filme, die wir in TV oder Kino sehen – und warum? Wer schreibt die Nachrichten, aus denen sich unser Weltbild generiert?

Eigentlich ist die Antwort auf die Frage, was uns verbindet, ganz einfach: Alles! Denn Leben geht nur miteinander. Jeder Atemzug verbindet uns mit der Welt, jeder Blick, jedes Geräusch.

Trotzdem denken und handeln wir oft so, als wären wir nicht Teil dieser Welt und nicht auf aufeinander angewiesen. Doch Leben entfaltet sich erst im Miteinander. Keine Frage: Unterscheidung, Differenzierung, Leben und Denken in Polaritäten haben uns in den vergangenen Jahrhunderten weit gebracht. Die Entwicklung der Wissenschaft mit all ihren Errungenschaften wäre nicht möglich ohne ein solches Wahrnehmen und Denken. Das hat unser Bild von der Welt entscheidend geprägt. Wenn dies jedoch unsere einzige Sichtweise auf die Welt bleibt, zerfällt die Welt in Gegensätze, die letztlich unüberbrückbar werden: Familien und Freundschaften zerbrechen an unterschiedlichen Weltanschauungen, verschiedene Interessen führen zu Ausgrenzung und Ungerechtigkeit, Kulturen schotten sich ab, Konflikte können in Kriegen eskalieren. Auf der Strecke bleibt das, was uns verbindet.

Wir brauchen einen Bewusstseinswandel, wenn wir Teil dieses Lebens bleiben wollen. Wichtiger noch: Es muss uns ein Herzensanliegen sein, achtsam und berührbar zu werden für Not und Unrecht, und froh und dankbar, dass wir ein Teil der wunderbaren Vielfalt und Fülle sind, in der sich das Leben entfaltet.

Im Alltag unserer Zeit sind wir immer wieder mit Polarisierung und Ausgrenzung konfrontiert. Und trotz allem gibt es diese Kraft, die Verbindung ermöglicht und Verbundenheit schafft.  Lebendigkeit erblüht, wo Polaritäten verbunden werden, im Wunsch nach lebensdienlicher und zukunftsfähiger Entwicklung. Wir nennen diese verbindende Kraft Liebe. Und wir glauben, dass sie das alles Einende ist, das all die auseinanderstrebenden Kräfte übersteigt. Wenn wir uns dieser Kraft zuwenden und öffnen, können wir Brücken bauen.

Infos zur Tagung 2024

Organisation und Anmeldung

Tagesablauf

Die Tagung beginnt am Donnerstag, den 9.5.2024 um 10:00 Uhr. Sie endet am Sonntag, den 12.5.2024 nach dem Mittagessen.

Frühmorgens besteht die Möglichkeit zu Kontemplation, meditativem Tanz oder Yoga. Vormittags und an den Abenden werden verschiedene Aspekte des Tagungsthemas in Vorträgen behandelt und in der anschließenden Aussprache vertieft. Nachmittags treffen wir uns in Gruppen zum themenbezogenen und persönlichen Austausch, zu Workshops und kreativer Betätigung. Ein gemeinsames Resümee („Was nehme ich mit“) und ein ökumenischer Gottesdienst am Sonntagvormittag runden die Tagung ab.

Die Verpflegung umfasst Frühstück, Mittagessen und Abendessen..

Eine Anreise am Mittwoch Abend (optional gegen Aufpreis) ist möglich und hat sich als schöner Einstieg gezeigt. In lockerer Runde können neue Kontakte geknüpft und alte gestärkt werden. Die Anmeldung hierfür erfolgt in Eigenregie über das Tagungshaus.

Kosten

Die Tagungsgebühr beträgt 240€. Dazu kommen die Kosten für Unterkunft und Verpflegung. Um die Tagungsstätte zu entlasten werden diese von Via Mundi gesammelt und weitergeleitet. Die nachfolgend angegebenen Kosten gelten für die gesamte Ta­gung pro Person inkl. Tagungsgebühr je nach der von Ihnen ge­wählten Kategorie (siehe rechts).

Für finanziell schlecht gestellte Interessenten ist nach Rückspra­che eine Ermäßigung möglich. Hierfür besteht ein Solidaritäts­fond. Andererseits bitten wir nach Möglichkeit um Spenden für diesen Fond. Eine steuerlich wirksame Spendenquittung wird auf Wunsch ausgestellt.

Die Teilnahme kann nur komplett für die gesamte Tagung ge­bucht werden, auch bei verspäteter Anreise oder früherer Abrei­se sind die vollen Tagungskosten zu entrichten. Die Buchung ein­zelner Vorträge ist nur in Ausnahmefällen möglich.

Es besteht die Möglichkeit, vegetarisches Essen zu bestellen, dies bitte auf der Anmeldung auch vermerken..

 

Anmeldung

Bitte melden Sie sich über das Online-Formular (bald verfügbar - siehe rechts) an oder schriftlich mit dem am Flyer anhängenden Formular, welches Sie bitte an das Tagungssekretariat (Adresse siehe rechts) schicken. Sie erhalten eine Bestätigung Ihrer Anmeldung mit Anfahrtsbeschreibung zum Tagungsort.

Zahlen Sie die Tagungsgebühr bitte erst, wenn Sie die Bestätigung erhalten haben. Die Anmeldung verfällt, wenn die Gebühr nicht innerhalb 30 Tagen nach Bestätigung bezahlt wurde. Bei nachträglichen Rücktritt von der Anmeldung erstatten wir den gezahlten Betrag abzgl. 15 € Unkostenpauschale. Sollte die Absage so kurzfristig erfolgen, dass das Tagungshaus gegenüber VIA MUNDI Stornokosten in Rechnung stellt, so werden diese Kosten an den Verursacher weitergeleitet. Die Tagungsgebühr wird aber in jedem Fall vollständig rückerstattet.

Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an das Tagungssekretariat oder melden sich über das Kontaktformular.

Tagungsvorträge

Referate und Referenten

Gabi Bott

Trainerin für Tiefenökologie www.gabibott.de, Aus- und Fortbildung bei der Gesellschaft für angewandte Tiefenökologie e.V. in D und in den USA bei Joanna Macy www.joannamacy.net.

Dipl.Ing.Landespflege (FH); sieben Jahre als Geschäftsführerin bei Bündnis 90/Die Grünen in Freiburg gearbeitet; Yogalehrerin; langjährige buddhistische Meditationspraxis.

Seminarleiterin seit 1996, freiberuflich im Bildungsbereich tätig.

Lebt seit 2001 im Ökodorf Sieben Linden, einer Gemeinschaft im Norden von Deutschland mit zur Zeit 100 Erwachsenen und 45 Kindern und Jugendlichen, bei der die gelebte Nachhaltigkeit in Bezug auf Lebensmittel, Baustoffe sowie im sozialen Miteinander zentrale Werte sind www.siebenlinden.org.

"Mit neuen Augen sehen. Mutig in eine Kultur der Verbundenheit." -  (interaktiver) Vortrag
Wir leben in herausfordernden Zeiten - Klimawandel, Artensterben, Kriege... Viele reagieren mit Ohnmacht oder Aktivismus, der ausbrennt. Was kann ich tun oder lassen? Wie kann ich zu einer lebensförderlichen Zukunft beitragen? "The work that reconnects" oder Tiefenökologie nach Joanna Macy kann uns unterstützen, eine neue Sichtweise zu kultivieren - eine Haltung der Verbundenheit mit allem was lebt. Gabi Bott wird in diesem Input einen Einblick geben in ihre Arbeit, die zum Bewusstseinswandel beitragen kann - gespeist von dem Wissen der Indigenen und der Systemtheorie als Weltanschauung. Ein Weg von der Getrenntheit zur Verbundenheit.

 

Dr. Daniel Dahm

ist ein deutscher Geograph, Ökologe, Aktivist, Berater und Unternehmer. Er widmet seine Arbeit seit Anfang der 1990er Jahre der (Re)Generation der (materiellen und immateriellen) gemeinsamen Lebensgrundlagen. Insbesondere die ökologischen und ökonomischen Wechselwirkungen zwischen Biogeosphäre und Anthroposphäre und deren Umsetzung in Politik, Gesellschaft und (Finanz-) Wirtschaft stehen im Mittelpunkt seiner Arbeit.

Neben seiner Funktion als Ratsmitglied des World Future Council ist er unter anderem Mitglied der Vereinigung Deutscher Wissenschaftler VDW und Mitglied des Club of Rome.

Als Gründer der United Sustainability Group konzentriert er sich auf die Etablierung einer regenerativen Ökonomie und zielt mittels strategischer (Impact-)Investments auf den Aufbau und die Restoration der planetaren Ökosysteme und der infrastrukturellen und natürlichen Lebensgrundlagen.

Er war als Wissenschaftler und akademischer Dozent in verschiedenen leitenden Funktionen an Universitäten und internationalen Forschungseinrichtungen tätig, u.a. als Senior Fellow des Institute for Advanced Sustainability Studies IASS, Vize-Direktor und Forschungsleiter am European Centre for Sustainability Research ECS der Zeppelin Universität, wissenschaftlicher Leiter der Forschungsgruppe Ethisch-Ökologisches Rating der Goethe Universität Frankfurt. Zuvor war er  langjährig Wissenschaftler am Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie.

Zusammen mit dem Quantenphysiker Hans-Peter Dürr und dem Philosophen Rudolf Prinz zur Lippe ist er Verfasser des Potsdamer Manifests, das zu einem grundlegenden Umdenken insbesondere der Wissenschaft aufruft.

Daniel Dahm publizierte über 60 wissenschaftliche Artikel, Monografien und Buchbeiträge, sein aktuellstes Buch „Benchmark Nachhaltigkeit. Sustainability Zeroline. Maß einer zukunftsfähigen Ökonomie“ erschien 2019.

 "Das Prinzip Lebensdienlichkeit; Zukunftsfähigkeit in Co-Evolution."

Menschen sind Wesen in planetarer Verbundenheit, eingebettet in die Mannigfaltigkeit der Lebensräume der Erde und vereinigt in ihrer Vielfalt von Kulturen und Denkweisen aus rund 1,4 Millionen Jahren menschlicher (Co-)Evolution. 

Nachhaltigkeit im Sinne von Zukunftsfähigkeit vereint die dynamische Stabilisierung, den Aufbau und die Integrität unserer geteilten Lebensgrundlagen und der lebendigen Vielfalt der Evolution. Mit der ökologischen Krise steigt eine ethische Orientierung auf, die eine geistige wie praktische Bejahung des Lebendigen in und um uns einfordert, und diese als vitalen Bezugspunkt wählt.

Ich nenne sie Lebensdienlichkeit – für den Homo Sapiens und die uns tragende Welt. 
Lebensdienlichkeit bedeutet, der Natur in und um uns zu dienen und diese in ihrer Lebendigkeit zu stärken. Die Re:generation der planetaren Biogeosphäre und ihrer degradierten Biokapazität fordert die Etablierung einer "Re:generativen Ökonomie", welche den Wiederaufbau der materiellen und immateriellen Lebensgrundlagen der Menschheit dient.

Michael Gleich

Jahrgang 1960, praktiziert und lehrt „konstruktiven Journalismus“, die Suche nach Lösungsansätzen für brennende gesellschaftliche Probleme. Als Kurator von Projekten wie Global Peacebuilders Summit, micelab:bodensee (wo es um eine gute Begegnungskultur geht) und COM.Festival der Verbundenheit in Südwestfalen versteht er sich auch selbst als Brückenbauer.

"Medien als Brückenbauer."

Warum Brücken bauen? Sind wir als liberal-demokratische Gesellschaft nicht permanent miteinander im Dialog und treffen gemeinsam Zukunftsentscheidungen.? Wie groß die Spaltungen und Gräber in unserer Gesellschaft sind, wird wissenschaftlich unterschiedlich bewertet. Tatsache ist, dass die „Sozialen Medien“ oft antisoziale Wirkungen haben; dass die Negativneigung in den großen Medien Gefühle von Ohnmacht und Ausgrenzung erzeugt; dass populistische Politiker•innen erfolgreich gesellschaftliche Gruppen gegeneinander auszuspielen. Die immer einfachere Handhabung von Programmen der Künstlichen Intelligenz macht neue, noch tiefergehende Manipulationen möglich.

In seinen Impulsen wird sich Michael Gleich auf Lösungen und Auswege konzentrieren. Beispielsweise Apps und Plattformen, die menschliche Verbundenheit und Gemeinsinn fördern wollen; Medienprojekte, die sich als Brückenschlag zwischen gesellschaftlichen Gruppen verstehen; neue Kulturtechniken, die uns zu einem guten, bewussten Umgang mit virtuellen Welten und künstlicher Intelligenz befähigen. Die Vision lautet: Wir beherrschen die Technik – nicht sie uns.

 

 

Prof. Dr. rer. nat. Thilo Hinterberger

(geboren 1968) ist Diplom-Physiker, Neuro- und Bewusstseinswissenschaftler. Er promovierte und habilitierte an der Universität Tübingen in der medizinischen Psychologie. Sein Forschungsspektrum reicht von Gehirn-Computer Schnittstellen, der Erforschung veränderter Bewusstseinszustände, Themen der Spiritualität, bis hin zu Fragen aus Therapie und psychosomatischer Medizin. Seit 2011 ist er Professor für Angewandte Bewusstseinswissenschaften in der Psychosomatischen Medizin am Universitätsklinikum Regensburg. Prof. Hinterberger ist Präsident der Gesellschaft für Bewusstseinswissenschaften und Bewusstseinskultur (GBB e.V.) und stellvertretender Vorsitzender der Stiftung Bewusstseinswissenschaften.

"Potenzial und Entwicklung des Bewusstseins - Chancen einer lebenswerten Zukunftsgestaltung."
Bewusstsein hat sich in Lebewesen entwicklt, damit sie als Individuen die Teilhabe an ihrer Umwelt erleben können. Als Menschen blicken wir hier auf eine viele Millionen Jahre dauernde Entwicklungsgeschichte zurück und erkennen, dass erst in den letzten paar Jahren mit unserem Bewusstsein Außergewöhnliches möglich wurde. So haben wir durch unsere Erkenntnisfähigkeit hochkomplexe Dinge für eine fast universelle Teilhabe erschaffen und damit unsere Erde fundamental umgestaltet. Gleichzeitig haben wir uns damit Probleme geschaffen, die den Fortbestand der biologischen Entwicklung in Frage stellt. Trotz dieser enormen kognitiven Bewusstseinsentwicklung scheinen sich die Fähigkeiten zur Konflikttransformation, zur Verantwortung und zur psychosozialen Gesundheit nicht adäquat mitentwickelt, sondern sogar eher gelitten zu haben. Die Fragen, warum das so ist und was es braucht, um eine lebenswerte Zukunft gestalten zu können, soll in diesem Vortrag mit bewusstseinswissenschaftlichem Hintergrund bewegt werden.

 

Eva Maria Pfeiffer

Jahrgang 1959, studierte nach dem Abitur Sozialpädagogik, entschied sich nach dem Diplom jedoch für den Journalismus. Nach einer Ausbildung beim Institut für publizistischen Nachwuchs in München arbeitete sie für das Mitgliedermagazin der katholischen Organisation Missio (inkl. Aufenthalte in Afrika und Asien). Es folgten Stationen in PR und Werbung. Zuletzt war sie als Redakteurin in einem großen Medienkonzern (Bertelsmann) tätig. Sie konzentriert sich heute auf ihr mediale Arbeit und ist weiter als Journalistin und Autorin tätig.

"Wie die Seele die Wissenschaft inspiriert"
(gemeinsam mit Marion Menge)

  • Seele & Reinkarnation: Warum Medialität immer wichtiger wird
  • Seele & Bewußtsein: Warum das Bewußtsein ansteigt
  • Seele & Wissenschaft: Die Seele als Motor des menschlichen Fortschritts

 

Dr. Marion Menge

Jahrgang 1960, war vor gefühlt 100 Jahren Stipendiatin der Studienstiftung des deutschen Volkes und studierte Deutsch und Psychologie in Eichstatt, München und Washington D.C.. Sie arbeitete als Regieassistentin am Schloßtheater Moers und an der Freien Volksbühne in Berlin. Nach der Promotion an der Universität (damals Hochschule) der Künste in Berlin wurde sie Dozentin in der Personalentwicklung inkl. Vortrags- und Seminarreisen u.a. nach Ottawa, Hanoi, Schanghai. Sie absolvierte eine Coachingausbildung und arbeitete als Coach v.a. an Hochschulen im Münsterland, bevor sie Co-Autorin von Eva Maria Pfeiffer wurde. Sie ist Mutter eines erwachsenen Sohnes und lebt in Steinfurt bei Münster in Westfalen. menge@scienceandsoul.de

"Wie die Seele die Wissenschaft inspiriert."
(gemeinsam mit Eva Maria Pfeiffer)

  • Seele & Reinkarnation: Warum Medialität immer wichtiger wird
  • Seele & Bewußtsein: Warum das Bewußtsein ansteigt
  • Seele & Wissenschaft: Die Seele als Motor des menschlichen Fortschritts

 

Prof. Dr. Frido Mann

geboren 1940 in Monterey/Kalifornien, wirkte nach dem Studium der Musik, der katholischen Theologie und der Psychologie als klinischer Psychologe und Professor für Medizinische Psychologie in Münster, Leipzig und Prag und arbeitete therapeutisch mit krebskranken Kindern in der pädiatrischen Onkologie des Universitätsklinikums Münster. Heute lebt er als freier Autor in München und engagiert sich als Schirmherr und Vorstandsmitglied für den Trägerverein Weltkloster e.V.. Letzte Monographie: "Democracy will win. Bekenntnisse eines Weltbürgers"

Alexandra Mann M.A.

Vorstandsvorsitzende und Geschäftsführerin des Trägervereins Weltkloster e.V. studierte vergleichende Religionswissenschaften in Frankfurt/Main. Im Rahmen mehrerer Forschungsaufenthalte in Indien begleitete sie u.a. das unter der Schirmherrschaft des 14. Dalai Lama stehende Projekt "Science meets Dharma" in der wieder aufgebauten tibetischen Exilkloster-Universität Sera Jey Monastery. Seit 2008 ist sie u.a. mit der Leitung, Konzeption und Moderation von Veranstaltungen und Dialogtreffen mit Mönchen, Nonnen und Ordinierten unterschiedlicher Religionen für den Trägerverein Weltkloster e.V. tätig. Hierbei beschäftigt sie sich insbesondere mit den Potentialen monastischer Traditionen, um einen gewinnbringenden Ansatz im Bereich des interreligiösen Dialogs zu entwickeln, welcher dazu verhilft, das Verständnis der Anhänger unterschiedlicher Religionen und Weltanschauungen füreinander verstärkt voranzutreiben.

"Weltkloster. Die friedensstiftende Kraft des Dialog."

Der Trägerverein Weltkloster e.V. bildet ein europäisch übergreifendes Netzwerk verschiedener Klöster und Zentren unterschiedlicher Religionen an verschiedenen Orten und baut dieses kontinuierlich aus. Hierbei wird das Augenmerk auf die friedensstiftende Kraft des Dialogs zwischen Religionen und Kulturen auf der Ebene gemeinsamer innerer Erfahrung gerichtet, welche durch spirituelle Praxis innerhalb klösterlicher und kontemplativ lebender Gemeinschaften über Jahrhunderte hinweg entwickelt wurde. Durch das Herausarbeiten friedensfördernder Impulse seitens traditionell geistlicher Schulung möchte der Trägerverein ein religionsübergreifendes, konstruktives Zusammenwirken in Gesellschaft und Politik auf der Basis ethisch und humanistisch geprägter Grundwerte stärken – insbesondere auch um den in unserer Gesellschaft um sich greifenden Tendenzen zu Hass, Ausgrenzung und sozialethischer Desorientierung entgegenzuwirken und ein für den Einzelnen und die Gesellschaft heilsameres und auch demokratischeres Miteinander voranzutreiben. So gibt es beispielsweise Anlehnungen an Schritte althergebrachter Übungswege unterschiedlicher religiöser Hintergründe, welche auf etablierte spirituelle Traditionen (z.B. der großen altindischen Mönchsuniversität Nalanda) zurückgehen.

Wir berichten über die Entstehung intermonastischer Begegnungen, deren Entwicklung seit dem 2. Vatikanum, unserem damit verbundenen Weltkloster-Dialog-Konzept und die Chancen, welche sich durch diese besondere Ebene innerhalb des interreligiösen Dialogs ergeben. 
In einem anschließenden Workshop am Nachmittag sollen Fragen rund um den interreligiösen Dialog erörtert und mögliche Bezüge zu aktuellen Problemstellungen und Hintergründen sowie deren Umgang damit Raum gegeben werden.
Erfahrungen auf dem sensiblen Gebiet des interspirituellen Diskurses werden erläutert sowie mögliche Ansätze vorgestellt, welche verhaltenstherapeutische und achtsamkeitsbasierte Verfahren ergänzen und gesellschaftlich politische, Demokratie stärkende Umgangsformen bereichern könnten.

Gruppen

vertiefende Begegnungen

Ein besonders wichtiges Element unserer Via Mundi-Tagungen sind die Gruppen. Sie sollen ermöglichen, einander im kleinen Kreis zu begegnen, sich miteinander auszutauschen und den persönlichen Bezug zum Tagungsthema vertiefen. Neben Gruppen, bei denen der Schwerpunkt auf dem Gespräch liegt, gibt es kreative Gruppen, die einen anderen Zugang zum Tagungsthema anbieten. Hier sollen wichtige Aspekte, die sich über das Gespräch weniger erschließen, erfahrbar und erlebbar werden.

Die Gesprächsgruppen werden von einem Moderator geleitet. Er kann der Gruppe einen Themenschwerpunkt anbieten, ist für einen guten Umgang miteinander und für die Gesprächskultur zuständig und sorgt dafür, dass sich die Gruppe nicht in Belanglosigkeiten verliert. Die Inhalte und die Gestaltung des Gruppenlebens können die Teilnehmer nach ihren Wünschen und Bedürfnissen selbst entwickeln.

Die Wandergruppe verbindet Bewegung, Naturerleben und Gespräche.

Die kreativen Gruppen: Die Leiter dieser Gruppen sind für ihre Themen besonders qualifiziert und bieten Gruppen nach ihren eigenen Konzepten an.

 

Austauschgruppe mit den Referenten

"Vertiefung der Vortragsinhalte, Austausch mit den Referenten zu ihren Vorträgen."
In dieser Gruppe werden die Inhalte der Vorträge näher beleuchtet und es können Anregungen und Fragen mit den jeweiligen Referenten erörtert und geklärt werden. 

 

 

Veronika Beer

M. Sc. Psychologie, psychologischer Coach, systemische Psychotherapeutin in Ausbildung, Lachyogaleiterin, Heilpraktikerin für Psychotherapie.

"Im Fluss des Lebens -  Wie wir über die Natur uns selbst entdecken."
(gemeinsame Gruppe mit Immanuel Schumm)

Immanuel Schumm

Coach für Agilität, Wirtschaftspsychologe M. Sc., Consultant, Gründer von zwei StartUps.

"Im Fluss des Lebens -  Wie wir über die Natur uns selbst entdecken."
(gemeinsame Gruppe mit Veronika Beer)
Seit jeher gehen Menschen in die Natur, um sich zurückzubesinnen, ihre Lebensgeister zu wecken, in Bewegung oder ruhend über Dinge nachzudenken. Die bewusste Zeit in der Natur lädt uns ein, einen Spiegel oder Antwortenhorizont auf kleine oder größere Lebensfragen zu erhalten, die Sinne zu schärfen oder sich tragen zu lassen in der Symbiose mit Pflanzen und Gesteinen.
Wenn wir Menschen wieder ursprünglich werden wollen, müssen wir wieder beginnen, uns in der Natur umzusehen, zu hören, spüren und zu riechen, was sie uns mitzuteilen hat. Aus dieser Symbiose heraus gelangen wir Stück für Stück zu unserer menschlichen Ursprünglichkeit zurück.
Wir wollen dazu einladen, mit einer aktuellen Lebensfrage allein für einige Stunden in die Natur zu gehen, sich auf die Umgebung einzulassen, Antworten zu finden oder ganz einfach bewusst die Natur auf sich wirken zu lassen. Durch das Reflektieren dieser Erlebnisse in der Gruppe können die Erlebnisse noch zu weiteren Erkenntnissen ausreifen.

 

 

Gabi Bott

Trainerin für Tiefenökologie www.gabibott.de, Aus- und Fortbildung bei der Gesellschaft für angewandte Tiefenökologie e.V. in D und in den USA bei Joanna Macy www.joannamacy.net.

Dipl.Ing.Landespflege (FH); sieben Jahre als Geschäftsführerin bei Bündnis 90/Die Grünen in Freiburg gearbeitet; Yogalehrerin; langjährige buddhistische Meditationspraxis.

Seminarleiterin seit 1996, freiberuflich im Bildungsbereich tätig.

Lebt seit 2001 im Ökodorf Sieben Linden, einer Gemeinschaft im Norden von Deutschland mit zur Zeit 100 Erwachsenen und 45 Kindern und Jugendlichen, bei der die gelebte Nachhaltigkeit in Bezug auf Lebensmittel, Baustoffe sowie im sozialen Miteinander zentrale Werte sind www.siebenlinden.org.

"Active Hope ! - Dem Chaos begegnen ohne verrückt zu werden"

Active Hope, Tiefenökologie, The work that reconnects – egal wie du es nennst, es geht um die Verbundenheit mit allem Leben. Damit werden wir geboren, doch durch die äußeren Einflüsse, durch unsere Erziehung, durch die Sozialisation wird dieser Schatz überdeckt. UND: wir können uns wieder-verbinden mit unserer innen liegenden Weisheit der wechselseitigen Verbundenheit!
Im Austausch mit anderen, beim Gang in die nichtmenschliche Natur erlebst du, wie alles im Gewebe des Lebens verbunden ist. Durch Übungen, in denen du deine Gefühle erforschen und ausdrücken kannst, wird der Prozess erfahrbar. Daraus können Lebensfreude und Handlungsimpulse wachsen. Ich freue mich auf DICH!

 

Eva Maria Pfeiffer

Jahrgang 1959, studierte nach dem Abitur Sozialpädagogik, entschied sich nach dem Diplom jedoch für den Journalismus. Nach einer Ausbildung beim Institut für publizistischen Nachwuchs in München arbeitete sie für das Mitgliedermagazin der katholischen Organisation Missio (inkl. Aufenthalte in Afrika und Asien). Es folgten Stationen in PR und Werbung. Zuletzt war sie als Redakteurin in einem großen Medienkonzern (Bertelsmann) tätig. Sie konzentriert sich heute auf ihr mediale Arbeit und ist weiter als Journalistin und Autorin tätig.

"Medialität - Brücke zwischen Wissenschaft und Spiritualität"
(gemeinsam mit Marion Menge)

Die medial arbeitende Buchautorin Eva Maria Pfeiffer und ihre Co-Autorin Dr. phil. Marion Menge-Wilhelm berichten über ihre persönlichen Erfahrungen mit Medialität und vermitteln Grundlagenwissen dazu. 
Medialität im Sinne von außersinnlichen Erfahrungen (Hellhörigkeit, Hellsichtigkeit, Hellfühligkeit) ist ein Bewusstseinsphänomen, das auf der Seele beruht. Sie ist es, die mit Wissensdurst und Erfahrungswünschen auf der Erde wiederholt inkarniert, um schließlich endgültig zu ihrer Seelenfamilie zurückzukehren. Seelen sind – bisher vorwiegend unterbewusst – mit anderen Seelen verbunden. 
Hinzu kommen Verbindungen zu anderen geistigen Entitäten und zu allem, was jemals auf der Erde gedacht wurde. Heute werden diese Zusammenhänge – auch mithilfe von geistigen Medien – immer bewusster. Zudem zeigt sich, dass historisch bekannte Wissenschaftler Intuitionen und Inspirationen bereits auch aus diesem Fundus schöpften. Auf der anderen Seite können heute geistige Medien aktiv auf diesen immensen Wissensspeicher zugreifen und so bei der Gewinnung von wissenschaftlichen Erkenntnissen hilfreich sein.

 

Dr. Marion Menge

Jahrgang 1960, war vor gefühlt 100 Jahren Stipendiatin der Studienstiftung des deutschen Volkes und studierte Deutsch und Psychologie in Eichstatt, München und Washington D.C.. Sie arbeitete als Regieassistentin am Schloßtheater Moers und an der Freien Volksbühne in Berlin. Nach der Promotion an der Universität (damals Hochschule) der Künste in Berlin wurde sie Dozentin in der Personalentwicklung inkl. Vortrags- und Seminarreisen u.a. nach Ottawa, Hanoi, Schanghai. Sie absolvierte eine Coachingausbildung und arbeitete als Coach v.a. an Hochschulen im Münsterland, bevor sie C-Autorin von Eva Maria Pfeiffer wurde. Sie ist Mutter eines erwachsenen Sohnes und lebt in Steinfurt bei Münster in Westfalen. menge@scienceandsoul.de

"Medialität - Brücke zwischen Wissenschaft und Spiritualität."
(gemeinsam mit Eva Maria Pfeiffer)

Die medial arbeitende Buchautorin Eva Maria Pfeiffer und ihre Co-Autorin Dr. phil. Marion Menge-Wilhelm berichten über ihre persönlichen Erfahrungen mit Medialität und vermitteln Grundlagenwissen dazu. 
Medialität im Sinne von außersinnlichen Erfahrungen (Hellhörigkeit, Hellsichtigkeit, Hellfühligkeit) ist ein Bewusstseinsphänomen, das auf der Seele beruht. Sie ist es, die mit Wissensdurst und Erfahrungswünschen auf der Erde wiederholt inkarniert, um schließlich endgültig zu ihrer Seelenfamilie zurückzukehren. Seelen sind – bisher vorwiegend unterbewusst – mit anderen Seelen verbunden. 
Hinzu kommen Verbindungen zu anderen geistigen Entitäten und zu allem, was jemals auf der Erde gedacht wurde. Heute werden diese Zusammenhänge – auch mithilfe von geistigen Medien – immer bewusster. Zudem zeigt sich, dass historisch bekannte Wissenschaftler Intuitionen und Inspirationen bereits auch aus diesem Fundus schöpften. Auf der anderen Seite können heute geistige Medien aktiv auf diesen immensen Wissensspeicher zugreifen und so bei der Gewinnung von wissenschaftlichen Erkenntnissen hilfreich sein.

 

 

 

Christoph Schumm

Jahrgang 1960, geb. in Bamberg und aufgewachsen in der Nähe von Bamberg. Medizinstudium in Würzburg und Lübek. Seit 1991 als Hausarzt mit Schwerpunkt auf Komlementärmedizin in Scheßlitz tätig. Verheiratet 3 Kinder, im Vorstand von Via Mundi e.V. tätig.

Wandern
In der Wandergruppe möchten wir Bewegung im Freien mit dem Gemeinschaftserlebnis, guten Gesprächen und dem spirituellen Naturerlebnis verbinden. Der Gruppenleiter hat häufig ein interessantes Buch zum Tagungsthema im Rucksack, aus dem er in den Pausen vorliest.
Festes Schuhwerk und Regenkleidung erwünscht.