Rückblick VIA MUNDI Tagung 2010

„Geburt und Tod - Tod und Geburt" (Hohenwart Forum bei Pforzheim)

Geburt und Tod – Tod und Geburt

Leben im Angesicht von Geborenwerden und Sterben
Rückblick auf die Via-Mundi-Tagung vom 12.-16. Mai 2010 in Hohenwarth Forum bei Pforzheim

Ein Tor steht am Anfang und am Ende unseres Lebens. Die Geburt ist das Tor, durch das wir in dieses Leben eintreten, der Tod das Tor, durch das wir es wieder verlassen.

Was liegt hinter diesen Toren? Woher kommen wir? Was bringen wir mit, wenn wir das Eingangstor durchschreiten? Haben wir uns etwas vorgenommen für unser Leben hier? Und wenn wir das andere Tor durchschreiten: Haben wir gelebt, was wir leben wollten? Wohin gehen wir, und was nehmen wir mit? Wie wichtig sind diese Fragen?

Wer ernsthaft wissen will, welchen Sinn sein Leben haben soll, kommt an diesen Fragen nicht vorbei und findet in der Beschäftigung mit Ihnen vielleicht die für ihn entscheidenden Antworten.

Zwischen Geburt und Tod liegt unser Leben. Seine Vergänglichkeit macht es kostbar und einmalig. Jeder Augenblick ist unwiederbringlich. Wenn wir uns darauf einlassen, lehrt uns das Leben Achtsamkeit, Hingabe und Demut. Zwischen Annehmen und Loslassen, zwischen Geburt und Tod strömt das Leben, strömen wir alle unserer Bestimmung zu. Und aus der Ahnung, dass Geburt und Tod nicht nur Anfang und Ende sind, erwachsen uns Dankbarkeit, Zuversicht und Trost.


Zusammenfassung und Rückblick

Von Christian Hackbarth-Johnson

Nachdem ich bereits im letzten Jahr die Aufgabe des Tagungsberichts von Wolfgang Habbel, der an der Tagung nicht hatte teilnehmen können, übernommen hatte, war es ausgemacht, dass ich auch dieses Mal an der Reihe wäre, nachdem Wolfgang ja auch als Referent vorgesehen war. Da Wolfgang den physischen Bereich verlassen hat (siehe weiter hinten im Heft) wird die Aufgabe nun wohl dauerhaft bei mir bleiben.

Auf dieser Tagung gab es ein Novum. Die Vorträge, Aussprachen und das bzw. die Konzerte wurden erstmals mit einer Kamera aufgenommen und auf DVD zugänglich gemacht. Dies gab mir, der ich leider wegen einer Erkrankung nicht zur Tagung kommen konnte, die Möglichkeit, die Vorträge nicht nur zu hören, sondern im Film zu sehen. Die DVDs sind außerordentlich gut und ansprechend gemacht. Damit wurde bei VIA MUNDI eine neue Ära der Dokumentierung eingeleitet und für die, die nicht dabei sein können, eine Möglichkeit geschaffen, doch wesentlich mehr von der Tagung mitzubekommen, als dies durch das Hörmedium möglich war. Selbstverständlich gibt es weiterhin die Möglichkeit, Audio- CDs der Vorträge zu bekommen, die man etwa auch beim Autofahren hören kann. Die Vorträge aber sehen zu können, wobei auf eine DVD sowohl Vortrag als auch Aussprache passen, gibt dem Betrachter das Gefühl, als wäre man dabei.

Und so gibt es jetzt hier in den Mitteilungen das Novum, dass jemand einen Tagungsbericht verfasst, der auf der Tagung gar nicht mit dabei war.

Zunächst einmal möchte ich mich sehr herzlich bedanken für all die Anteilnahme und guten Wünsche, die mir von so vielen Freunden entgegengebracht und von meiner Frau Laurie überbracht wurden. Durch sie hörte ich jeden Tag über Telefon, was gewesen ist.

 „Geburt und Tod – Tod und Geburt. Leben im Angesicht von Geborenwerden und Sterben“ war das Thema. Ein Thema, das einen besonderen Tiefgang versprach, da es doch die existentiellen Grunddaten des Lebens ansprach: unser in die Welt kommen und unser wieder gehen, die Vergänglichkeit, Schöpfung und Neugeburt. Und dabei selbstverständlich die Frage: Was ist der Sinn des Lebens zwischen Geburt und Tod, und eben auch angesichts von Geburt und Tod. Das Thema wurde von verschiedenen Seiten angegangen, zunächst am Mittwoch Abend mit einem Einstieg über die Kunst.

Von der Kunstgeschichtlerin Dr. Zuzanna Sebková- Thaller, die zugleich auch Chigong-Lehrerin, ja die Präsidentin der Deutschen Chigong-Vereinigung ist, wurden wir auf eine erstaunliche Entdeckungsreise geführt ausgehend von einem Bild, das sie bei einem Aufenthalt in Hohenwart entdeckt und das sie sehr fasziniert hatte. Es war eine „Ecce homo“ – Darstellung, dh. eine Darstellung des Leichnams Jesu, von einer modernen Künstlerin, deren Namen sdie Referentin nicht ausfindig machen konnte.1 Entsprechend veränderte sie das gestellte Thema „Darstellungen von Geburt und Tod in der Kunst“ in „Ecce homo. Woher kommen wir? Wohin gehen wir? Wer sind wir?“. Das Bild hing im Original im Saal – auch hier ist es natürlich hilfreich, dass der Vortrag als Film aufgenommen wurde.

Ein erster Durchgang bringt einen mit Bildbeispielen untermalten geschichtlichen Abriss des „Ecce homo“ – Motivs, in welchem es vor allem um eine Konfrontation des Betrachters mit der menschlichen Möglichkeit zur Sünde geht: Seht, was der Mensch dem Menschen antut!

Das Bild der holländische Künstlerin Hetty Christ zeigt dagegen einen Leichnam, der nicht gehalten wird, der quasi schwebt – direktes Vorbild ist die Darstellung der „Pietà de Palestrina“ von Michelangelo., wobei das Freischwebende an eine Auferstehungszeichnung von Michelangelo erinnert. Die Gestalt hat drei Gesichter, die für drei verschiedene Phasen des Durchgangs durch den Leidenstod Christi stehen, Erschrecken, Leiden und Erlösung. Auch fehlt das Geschlecht, was den Anschein der Androgynität gibt. Wir finden in dem Bild eine sehr seltene, sehr komplexe Auseinandersetzung mit der malerischen Tradition. Seine Botschaft ist eine meditative, indem die zentrale Botschaft fast verborgen in einer Geste steckt: die eine Hand zeigt auf die einer Vagina nachempfundenen Wunde im Herzbereich, wobei zugleich eine Linie zum Ohr geht, was besagt, dass es darauf ankommt, auf das Herz zu hören. Der Vortrag und die Aussprache geben einen tiefen Einblick in die Vielschichtigkeit großer Kunst, wie man ihn selten findet.

Am Donnerstag Morgen musste Flexibilität gezeigt werden, weil die vorgesehene Referentin, eine Hebamme, nicht kam. Stattdessen sprang Gerti Emde ein; sie ist es gewohnt spontan zu reden, sozusagen wie es „der Geist ihr eingibt“.

Ein reiches Bouquet an Geschichten aus der eigenen Erfahrung. Deutlich und direkt, in größter Selbstverständlichkeit und Bodenständigkeit werden dabei spirituelle Zusammenhänge um Geborenwerden und Sterben erklärt. Von göttlichem Management ist die Rede, Blicken ins Drüben, dem Miteinander von Hüben und Drüben, von Trauer und Freude, vom Lernen, in Einheit des Sichtbaren und Unsichtbaren zu leben. Die Aussprache bringt weitere bewegende Geschichten und Erlebnisse mit Geburt, Tod und dem Leben nach dem Tod. Besonders schön ist auch die Einführung am Anfang des Vortrags von Günter Emde, die man sich eigentlich nicht entgehen lassen sollte, und lustig ist es, wie die Referentin sich immer wieder die Haare zurecht machte, was sie, wie ich von Günter erfuhr, nicht wegen der Filmaufnahme tat – Gerti wusste davon gar nichts – sondern um dem gleichzeitigen ständigen Fotografieren zu begegnen.

 

Am Donnerstag Abend schloss sich der Kinder- und Jugendtherapeut und Autor Henning Köhler an mit dem Thema „Wer oder was sieht dich an, wenn dich ein Neugeborenes ansieht?“. Menschen seien heute unsicher, sich auf spirituelle Wirklichkeiten einzulassen wegen der Vorherrschaft naturwissenschaftlicher und reduktionistischer Anschauungen, die unsere gesamten Bildungsgänge vom Kindergarten bis zur Universität prägen. Gleichwohl gibt es eine Sehnsucht aus dem materialistischen Bewusstseinskäfig auszubrechen. Das Beispiel eines positivistisch eingestellten Freundes zeigt die Situation auf: Bei der Geburt seiner Tochter erlebte er einen Schock als das frisch geborene Wesen ihn anblickt und darauf die Mutter sucht. Die Frage, ob ihn da ein bloßer Zellhaufen angeblickt habe, konnte er als Vater nur verneinen. Was ihn da anschaute, war ein Wesen mit einer Seele. Wie lässt sich diese Wirklichkeit heute vermitteln? Für den Referenten ist Poesie ein Mittel, die er immer wieder in seine Texte einwebt, um zwischen dem wissenschaftlichen Diskurs und den „Aussichtstürmen auf Neues“ zu vermitteln. In einem zweiten Teil lässt er ein Konzert von Stimmen erklingen, wo Naturwissenschaftler, Psychologen und Pädagogen, „Bündnisgenossen im wissenschaftlichen Raum“ der Existenz geistig-seelischer Wirklichkeit das Wort reden. Erstaunlich sind die 3 Grundrechte der Kinder, die der polnische Pädagoge Janosz Korczak2, formuliert hat: § 1) Jedes Kind hat das Recht, so zu sein wie es ist. § 2) Jedes Kind hat das Recht auf den heutigen Tag. § 3) Jedes Kind hat das Recht auf seinen eigenen Tod.

Zum Abschluss gibt der Referent zwei Übungsanregungen für Eltern, Lehrer und Erzieher: 1. Sich an den Engel des Kindes wenden mit der fragenden Haltung: Hilf mir, dass ich das Kind immer besser verstehen. 2. Am Abend sich das Kind vor das innere Auge rufen und nichts weiter tun als offen dafür zu sein dafür, was sich zeigt. Und noch eine dritte Anregung, v. a. für Eltern: Am Bett des Kindes sitzen und sich in den Anblick des Kindes vertiefen. Dem eigenartigen Gefühl, das aufsteigt, nachspüren. Das Bild danach mit in den eigenen Schlaf nehmen, ohne sonst etwas zu wollen. Über die Hände des Kindes staunen, über seine Stimme staunen, es wirklich ansehen, den Blick wahrnehmen, den es erwidert. Sich angewöhnen, täglich für kleine Augenblicke seinem Kind sich ganz zuzuwenden, dabei innerlich ganz zur Ruhe kommen, es auf sich wirken lassen und versuchen, nichts anderes zu denken. Sich später eine Viertelstunde Zeit nehmen, um sich zurückzuziehen und den Eindruck, den der Moment hinterlassen hat, erinnernd vergegenwärtigen. Dazu Worte finden und niederschreiben. Ohne Bewertungen, einfach Assoziationen. Dabei entstehen poetische Miniaturen über das Kind.

Freitag: Ein Meister der verdichteten Miniaturen war schon immer Wolfgang Habbel, der auf seiner letzten Via Mundi Tagung, der er in physischer Gestalt beiwohnte, eine Art Abschiedsvortrag hielt, zu dem Thema: Leben im Angesicht des Todes.

Die kleine Hedwig, die ihren Blinddarm im Essigglas sieht: „Mama, ein Teil von mir ist jetzt schon tot.“ Dieselbe: „Jetzt weiß ich, wie es ist mit dem Sterben. Schau Mama, jetzt sind die Kleider tot. Wenn ich sie morgen anziehe, sind sie wieder lebendig.“

Der erste Teil des Vortrags stellt einen biographischen Durchgang dar, in dem er eigene Begegnungen mit dem Tod erzählt, von der Kindheit an über die Schulzeit, sein Studium in München und Rom, wo er die letzten vier Jahre Hausgeistlicher in einem Altenheim war. Sowohl eigenes Spüren als auch Erzählungen anderer überzeugten ihn früh von der Wirklichkeit der drüberen Welt, etwa als eine Oberin erzählte, wie sie als Kind ihren Vater verloren hatte, der ihr dann erschien und sie bat, nicht so viel zu weinen. Oder eine Besucherin erzählte ihm, wie ihr verstorbener Mann ihr sagte, sie solle ihn nicht im Grabhügel suchen, sondern überm Sternenzelt. Es folgen weitere Anekdoten aus seiner Zeit in Weiden und an der Universität der Bundeswehr. Ein Mann liegt im Sterben. Seine Frau sagt: „Gej, hoist mi dann boid nach.“ Er: „Na, ejz brauch i erst mei Rua.“ Auf einem esoterischen Kongress überbrachte eine medial begabte Frau ihm eine Botschaft seiner verstorbenen Mutter, und ein spüriger Mann in der Kirchdorfer Gemeinde, seinem letzten Wirkort, versicherte ihm, dass die Mutter ihm in seiner Krankheitszeit kraftvoll helfend nahe sei. Seine jetzige Krankheit, so Wolfgang, passe zu seinem Charakter. Er bemüht sich, die Krankheit nicht zur Mitte des Lebens zu machen, wie ihm auch die Ärzte raten, durch Psychotherapie bemüht er sich, mit weniger Altlasten im Drüben anzukommen und er weiß, dass ihn die Vaterarme Gottes in eine bessere Welt mitnehmen werden.

Der zweite Teil des Vortrags behandelt „Systematische Gedanken“. Es seien hier vor allem die Kapitelüberschriften gegeben: 1. Leben im Angesicht des Todes der anderen (Gewiss sein, dass sie weiter leben!). 2. Leben im Angesicht der Toten (Onkel Alois: „Es lebe die Verwandtschaft, die Verstorbenen eingeschlossen“; die Verstorbenen sollen einen Platz in unseren Herzen behalten). 3. Leben im Angesicht der Endlichkeit und Vergänglichkeit (mit dem Blick der Ewigkeit die zeitlichen Dinge betrachten). 4. Leben im Angesicht des Sterbens (Nicht: Warum geschieht es gerade mir!? Sondern Dank für die frühere Beweglichkeit). 5. Leben im Angesicht des Todes (Bruder Aloysius: Was tun in der letzten Stunde? Weiter Billard spielen. Seine Mutter: plante Beerdigung; wechselte zwischen Rosenkranz beten und „Frau im Spiegel“ lesen). 6. Sterben im Angesicht des Lebens, das uns umgibt (Mitfreude ermöglicht ein Altern ohne Bitterkeit). 7. Sterben im Angesicht des Lebens, das uns erwartet (die Phantasie Gottes geht im Drüben nicht aus). 8. Zeichen einer Regie (Viele fromme Menschen starben an besonderen kirchlichen Festtagen). 9. Älter werden und Altern (Lang leb’n wui’n olle, aber alt werden wui koana; Abschiede einüben, Geschäft übergeben). 10. Keine Garantien (auch Jesus hatte schwere Stunden). 11. Leben in Vorbereitung auf den Tod (jeden Tag kommen wir dem Tode und Gott einen Tag näher). 12. Was ist das Angesicht des Todes? (Nicht auf das Schreckliche fixieren. Ein Kind: „Mama, gfrei i mi auf mei Ableben!“).

Der Abschluss der Vortrags bilden zwei Bitten: 1. Lassen wir uns nicht beirren von „Nach dem Tod beginnt die Ewigkeit“. Nein, es kommt eine andere Form der Zeit. 2. Kultivieren wir unser Sprechen! Nicht: der Opa liegt im Grab, sondern der Leichnam. Es gibt keine Toten, nur Verstorbene. Der Pfarrer soll seine Schäflein verabschieden, nicht begraben.

Für den ausgefallenen Vortrag sprangen am Freitag Abend spontan Zuzana Sebková-Thaller und Christian Bollmann ein mit einer improvisierten Präsentation mit dem Titel „Der Adler von Kappadokien“, bestehend aus einem Film („Zehn Hoch“), Chi-Gong-Übungen, einer Erzählperformance, Musik und teils recht lustigen Liedern und Tänzen. Auch im Film überträgt sich Stimmung und Begeisterung.

Den letzten Vortrag der Tagung bestritt am Samstag Morgen der Autor, Seminarleiter und Maler Hans Torwesten. Torwesten hat in den 1970er Jahren für 5 Jahre im Ramakrishna Ashram in London gelebt und danach vor allem Bücher zu Leben und Botschaft dieses großen indischen Heiligen (Sri Ramakrishna, 1836 – 1886) verfasst. Während einer Krise im Studium in Wien hatte er, wie er es nennt, eine „Grunderfahrung“, bei der ihm die mystische Dimension des absoluten Getragenseins im Grund des Seins aufging. Diese Erfahrung war der Auslöser dafür, dass er sich nicht nur mit Mystik beschäftigte, sondern eben in ein Kloster eintrat. Der Vortrag widmet sich dieser mystischen Dimension des Grundes, des ewigen Nun; sein wichtigster Gewährsmann dabei ist Meister Eckhart, jener christliche Mystiker, der wie kein anderer eine Identitätsmystik formuliert hat. „Wenn ich in den Grund komme“, sagt er, „hat mich dort niemand vermisst.“ Denn letztlich bin ich immer im Grund und der Grund ist immer in mir. Damit ich dies aber wahrnehme, muss alle Dualität schwinden, das Ich wie auch Gott als Gegenüber. Eine solche Erfahrung des Grundes relativiere alle Spekulationen über ein Leben nach dem Tod, denn, wie gesagt, der Grund ist immer jetzt. Weil aber die Verwirklichung des Grundes erst in der Zeit ausgearbeitet werden muss, braucht es die Reinkarnation, die jedoch in den indischen Religionen eher keine positive Vorstellung ist, sondern mehr eine Drohung. Befreiung bedeutet nicht mehr wiedergeboren werden zu müssen. Gegenüber der christlichen Lehre von der Schöpfung aus dem Nichts, die dem Menschen und seiner Seele keinen ontologischen Wert beimisst, plädiert Torwesten für die ontologische Verankerung unseres Seins im göttlichen Grund. Er spricht daher vom „Grundvertrauen“, statt vom „Gottvertrauen“. Der Grund könne zwar erst jenseits des Ich erfahren werden, aber um das Ich zu transzendieren, muss erst ein gesundes Ich ausgebildet werden. Der Vortrag regte eine lebhafte Diskussion an.
Der Samstag Abend wurde von Christian Bollmann bestritten, der seine Musik „Requiem Bardo“ aufführte. Bardo, erklärt er, ist das tibetische Wort für den Zwischenzustand zwischen Tod und Wiedergeburt, in dem die Seele einen Läuterungsweg geht. Am Ende steht die Einswerdung mit dem Ursprung. Zunächst führte Christian Bollmann einen weiteren Film vor, der aufzeigt, wie sich die Evolution auf der Erde mit dem Menschen beschleunigt hat und die menschliche Evolution sich in den letzten Jahrzehnten wiederum enorm beschleunigt hat. In der jetzigen Krisensituation komme es darauf an, dieser Beschleunigung gerecht zu werden und eine neue Balance zu finden, die nur durch eine geistige Entwicklung, ein inneres Erwachen, gewährleistet werden kann. Das folgende Konzert bietet verschiedenste Instrumente aus aller Welt, es endet mit einem Friedenssegen von Mutter Teresa.

 

 

 

Auch das Abschlussgespräch am Sonntag Vormittag ist auf CD und DVD aufgenommen und erhältlich. Hier geben alle anwesenden Vorstandsmitglieder und vor allem die Referentin sehr schöne Voten ab, und wie auch in all den anderen Aussprachen melden sich viele Tagungsteilnehmerinnen und –teilnehmer zu Wort. Leider gibt es keine Aufnahme des Gottesdienstes, den Wolfgang Habbel geleitet und der alle tief bewegt hat.

Referenten

Dr. Zuzana Sebková-Thaller
(Kunsthistorikerin, 1.Vorsitzende des Deutschen Dachverbandes für Qigong und Taijiquan)
Übergänge – Darstellungen von Geburt und Tod in der Kunst
(CDs VC-246 und VC-247)

Henning Köhler
(Heilpädagoge, Kinder- und Jugendtherapeut, Buchautor)
Wer oder was sieht dich an, wenn dich ein Neugeborenes ansieht? Ein Versuch, Geburt und Kindheit in ihrer spirituellen Dimension zu erfassen, ohne mit dem wissenschaftlichen Denken in Konflikt zu geraten.
(CD VC-248)

Wolfgang Habbel
(kath. Priester, Vorstandsmitglied von VIA MUNDI)
Leben im Angesicht des Todes
(CD VC-249)

Gertrud Emde
(Malerin und Buchautorin, in der Seelsorge tätig, seit 30 J. Referententätigkeit in Vorträgen und Seminaren)
Geistige Wahrnehmungen im Umfeld von Geburt und Tod
(CD VC-250)

Hans Torwesten
(Studium indischer Vedanta-Philosophie und Yoga, Autor religionsphilosophischer Bücher besonders zum Ost-West-Dialog, Maler, Kursleiter)
Wer sich verliert, der wird sich finden. Geburt, Tod und Erlösung
(CD VC-251)


Gruppen

Ruth Böhringer
(Erziehungswissenschaftlerin, Tanzpädagogin)
Mach weit Deine Flügel und tanze die Rhythmen Deines Lebens … – Meditation des Tanzes und Sacred Dance

Christian Bollmann
(Obertonsänger, Musiker)
Atem und Klang als lebendige Symbole des Lebens

Gertrud Emde
(siehe Referenten)
Geburt und Sterben aus spiritueller Sicht

Gunther Gebhardt
(Geologe, Paläontologe, Waldorf-Pädagoge, Gründer der Initiative „Schule ohne Klassenzimmer“)
Kinder – Botschafter aus der geistigen Welt – verstehen lernen

Petra Kalkuhl
(Physiotherapeutin in ganzheitlicher Praxis, Inner Wise Coach)
Bewusstsein erschafft Realität – Blockaden lösen auf dem Weg zu unserem göttlichen Ursprung

Margaretha Mayr
(Mosaikbildnerin, Qigong-Lehrerin, Entspannungstrainerin)
Innere Schätze entdecken – die wunderbare Welt des Mosaikens

Joachim Schmeusser
(Architekt, Essentia®-Teacher, multipersonales und transpersonales Coaching)
Das strategische Selbst

Dr. Zuzana Sebková-Thaller
(siehe Referenten)
Qigong – Einübung in die Ordnungen von Raum und Zeit

Dr. Christoph Schumm
(Arzt, Vorstandsmitglied von VIA MUNDI)
Wandergruppe

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